Presse
19. März 2004 HNA 90 Firmen suchten Rat
02. Oktober 2003 WLz Experten-Netzwerk
öffnet sich heimischen Firmen
02. Oktober 2003 HNA Übers Netzwerk zur
neuen Technologie
24. September 2003 HNA 1.SteinbeisTag
Nordhessen auf Schloss Waldeck
24. September 2003 WLZ SteinbeisTag hat Premiere
09. August 2003 WLZ Neun Monate gekämpft,
Mauser zu erhalten
08. August 2003 WLZ Um Mauser gekämpft
03. Juli 2003 WLZ Beratungszentrum für die
heimische Wirtschaft
13. Juni 2003 Frankenberger Zeitung Kompetenter
Partner für die Wirtschaft
13. Juni 2003 HNA Kontakte sind ihr Geschäft
17. Mai 2003 WLZ Steinbeis-Zentrum nach Korbach
17. Mai 2003 WLZ Das nordhessische Herz der
Steinbeis-Stiftung
Das nordhessische Herz
der Steinbeis-Stiftung
Zentrum soll in Korbach eröffnet werden
KORBACH. Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verfügung stellen und
somit Unternehmen stärken und fördern, sie auf dem Weg
über den freien Markt unterstützen: Das ist die Aufgabe der
weltweit tätigen Steinbeis-Stiftung. Und die wird in der kommenden
Woche in Korbach das Steinbeis-Zentrum für Nordhessen
eröffnen. Das teilte gestern der Landkreis mit.
Die Stiftung ist benannt nach Ferdinand von Steinbeis, dem "Lehrmeister
einer modernen Gewerbeförderung". Steinbeis hat sich im 19.
Jahrhundert für Industrie-, Handels- und Wirtschaftsförderung
eingesetzt. Der Zweck
"Lehrmeister einer modernen
Gewerbeförderung"
der Stiftung wird in der Satzung von 1971, dem Gründungsjahr,
beschrieben: "...der gesamten Wirtschaft des Landes wissenschaftliche
Erkenntnisse, insbesondere auf den Gebieten von Forschung und
Entwicklung, der Werk
stoff- und Produktprüfung sowie der Information und Dokumentation
zur Verfügung zu stellen ..." Auf die Kreisstadt aufmerksam
geworden ist die Stiftung mit Hauptsitz in Stuttgart durch den'
Unternehmensberater Roland Marx, der seit vergangenem Jahr Partner der
Einrichtung ist.
Mehr 'Unternehmen aus der
Region sollen sich etablieren
Landrat Helmut Eichenlaub erhofft sich durch das neue Zentrum in
Korbach Aufschwung für die Wirtschaft im Kreis
Waldeck-Frankenberg. Mehr Unternehmen aus der Region sollen sich mit
Hilfe dieses Dienstleiters auf dem Markt etablieren. Partner des
Steinbeis-Zentrums Nordhessen sollen die Wirtschaftsförderungs- -
Gesellschaft Waldeck-Frankenberg sein, die Industrie- und Handelskammer
Kassel mit dem Servicezentrum im Landkreis und die
Kreishandwerkerschaft. (ABO)
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Technologie- und Wissenstransfer - Beratung für Unternehmen WLZ
17.05.2003
Steinbeis- Zentrum nach Korbach
KORBACH (r). In Korbach wird das Steinbeis-Zentrum Nordhessen
gegründet. Inhaltlich geht es um Service. Beratung und Know-how
für Unternehmen. Die Steinbeis-Stiftung agiert weltweit, Hauptsitz
ist Stuttgart.
Der Korbacher Unternehmensberater Roland Marx brachte das Projekt in
Abstimmung mit Landrat Helmut Eichenlaub auf den Weg.
Unterstützung erhielt Marx zudem von Dr. Peter Sacher, Chef des
IHK-Servicezentrums in Korbach, und dem Wirtschaftsförderer des
Landkreises, Siegfried Franke.
Die Steinbeis-Stiftung wurde 1971 in Stuttgart gegründet. Benannt
ist sie nach Ferdinand von Steinbeis, dem "Lehrmeister einer modernen
Gewerbeförderung" .
Steinbeis machte sich im 19. Jahrhundert um Industrie-, Handels- und
Wirtschaftsförderung in Württemberg verdient.
Inzwischen ist die Steinbeis-Stiftung ein weltweit tätiges
Dienstleistungsunternehmen im Technologie- und Wissenstransfer -
Innovationen vorantreiben, Impulse geben, Ideen umsetzen. Zu den Kunden
gehören ebenso Kommunen, etwa in Sachen Stadtmarketing.
Roland Marx, Chef der "New Business Solution" (NBS) , ist bereits seit
2002 Partner der Steinbeis-Stiftung. Als Unternehmensberater war Marx
bislang weniger in Nordhessen aktiv, doch das soll sich mit
Gründung des Steinbeis-Zentrums in Korbach ändern.
Landrat Helmut Eichenlaub erhofft sich durch die Gründung
zusätzliche Impulse für die Wirtschaft in Waldeck
Frankenberg: "Mit Roland Marx und
seinem Partner Peter Wittmann aus Stuttgart haben wir zwei kompetente
Fachleute gefunden, die die Gesetze des Marktes bestens kennen und
entsprechend reagieren können. "
Im Mittelpunkt steht zunächst die Unternehmensanalyse -
Management, Marketing, Betrieb, Vertrieb, Produkte, Ergebnisse. Zur
Beratung werden schließlich aus dem Steinbeis-Netzwerk
Ansprechpartner und Lösungen angeboten.
Partner des künftigen Steinbeis-Zentrums Nordhessen sind neben der
Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises, die Industrie-
und Handelskammer mit ihrem Servicezentrum Waldeck-Frankenberg
(Korbach) und die Kreishandwerkerschaft.
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Kontakte sind ihr Geschäft
Frankenberger Allgemeine/HNA 13.06.03
Steinbeis-Stiftung eröffnet am 1. Juli ihr erstes Zentrum in der
Region KORBACH/FRANKENBERG.
Ihr Geschäft ist das Vermitteln von Wissen, Kompetenzen, Know-how
oder Innovationen: Die Steinbeis-Stiftung, mit Ursprung in
Baden-Württemberg, hat sich ganz darauf spezialisiert, Unternehmen
untereinander oder an Hochschulen zu vermitteln. Am 1. Juli wird in
Korbach das erste Steinbeis-Zentrum in dieser Region eröffnet.
"Weltweit betreuen mehr als 500 Zentren 10 000 Unternehmen",
erklärte Peter Wittmann, der gemeinsam mit dem Korbacher
Unternehmensberater Roland Marx das neue Zentrum leiten wird. Die
Kooperation von :Unternehmen habe nach Ansicht beider viele
...Vorteile: "Es eröffnen sich gemeinsame Marketing-, Vertriebs-
und Produktionsmöglichkeiten." Dadurch könne ein Betrieb
effizienter: und kostengünstiger wirtschaften.
Die 1971 gegründete Stiftung kann in ganz Deutschland sowie den
USA, Südamerika, Asien und Europa auf 4000 Mitarbeiter
zurückgreifen. "Alle sind durch Intranet miteinander verbunden" ,
sagt Roland Marx. Wittmann: "Wir sind wie Allgemeinmediziner: Tut's dem
einen am Knöchel weh, dann schicken wir ihn zum Spezialisten."
Dieses System habe sich bewährt, versicherte Wittmann. Nachdem ein
Kontakt zwischen Unternehmern hergestellt wurde, begleitet die Stiftung
auch die Zusammenarbeit der neuen Partner und gibt Hilfestellungen.
Außerdem wird ein Unternehmens-Check angeboten: "Wir kommen dann
zwei Mal für einen halben Tag in den Betrieb und schauen, wo die
Probleme liegen" , erklärte Roland Marx.
Finanziert wird das Dienstleistungsunternehmen ohne öffentliche
Subvention, rein aus den Honoraren ihrer Kunden. Wittmann: "Dadurch
sind wir unabhängig."
Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg, Industrie und
Handelskammer (IHK) und Kreishandwerkerschaft unterstützen die
neue Einrichtung. Dr. Peter Sacher, Leiter des IHK-Servicezentrums
Waldeck-Frankenberg, hofft, dass dadurch neue Produkte auf den Markt
kommen und sich die Region stärker auf dem Markt etabliert. Ein
besonderer Vorteil der SteinbeisStiftung: "Alle Kompetenzträger '
werden mit eingebunden. " Dazu gehören auch ' Hochschulen, die in
der Forschung häufig große Fortschritte erzielen. Auch
Landrat Helmut Eichenlaub unterstützt dieses Projekt. Er betonte,
dass der Landkreis viel unternehme, um den Mittelstand als tragende
Säule der Wirtschaft zu : unterstützen. Steinbeis-Zentrum
Nordhessen:
Am Berndorf Tor 2/ Korbach;
(j) 0561/92 06-95,
Fax -94, (j) 0170-2810869, E-Mail: roland.marx@newbusiness-solution.de
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Am 1. Juli wird das Steinbeis-Zentrum Nordhessen in Korbach
gegründet - Frankenberger Zeitung 13.06.2003
Kompetenter Partner für die Wirtschaft
FRANKENBERG (pat). Am 1. Juli wird in Korbach offiziell das
Steinbeis-Zentrum Nordhessen gegründet. Aus diesem Anlass trafen
sich Verantwortliche der Stiftung mit Vertretern vom Service-Zentrum
der Industrie- und Handelskammer, der Wirtschaftsförderung ,
Waldeck-Frankenberg und Landrat . Helmut Eichenlaub zu einer Konferenz,
in der das neue Unternehmen kurz vorgestellt wurde. Die
Steinbeis-Stiftung mit Hauptsitz in Stuttgart wurde bereits 1971
gegründet. Benannt ist sie nach Ferdinand von Steinbeis, dem
"Lehrmeister einer modernen Gewerbeförderung". Heute ist die
Steinbeis-Stiftung mit mehr als 500 Zentren und über 4000
Mitarbeitern ein weltweit tätiges Dienstleistungsunternehmen im
Technologie- und Wissenstransfer.
Alle Zentren werden innerhalb der Steinbeis-Stiftung als
selbständige Profitgesellschaften geführt und sind
eigenverantwortlich für ihren wirtschaftlichen Erfolg.
Aktuell werden weltweit rund 10000 Unternehmen die in allen Branchen
tätig sind, betreut. Die Hauptschwerpunkte des Zentrums liegen in
der Bestandsentwicklung der Unternehmen, in lier Einbindung nationaler
und inter nationaler Netzwerke zur Stärkung der Betriebe in
Nordhessen, im Bereich Innovationsförderung und einem erweiterten
"Know-how-Aufbau" in der Region.
Finanziert sich selbst
Roland Marx aus Korbach, Chef der "New Business Solution", ist seit
2002 Partner der Steinbeis-Stiftung. Seit 1999 ist er mit seiner
Unternehmensberatung tätig, bislang vorwiegend jedoch im
überregionalen Raum. Mit Gründung des Steinbeis-Zentrums
Nordhessen will Marx seine Aktivitäten nun auch auf
Waldeck-Frankenberg konzentrieren. Angekurbelt wurden bereits etliche
neue Projekte, die heimische Firmen noch stärker am Markt
etablieren und wettbewerbsfähiger machen sollen. Eine große
Rolle spielt die überregionale Verknüpfung. "Mit dem
Korbacher Unternehmensberater Roland Marx und. seinem Partner Peter
Wittmann haben wir zwei kompetente Fachleute gefunden, die die Gesetze
des Marktes kennen und .entsprechend reagieren und agieren können"
, betonte Landrat Helmut Eichenlaub.
"Steinbeis finanziert sich selbst. Nach einer bestimmten Zeit werden
wir die Wirtschaftlichkeit des Standortes Korbach prüfen und
über den weiteren Fortgang entscheiden", erklärte
Mitgründer Peter Wittmann.
Im Mittelpunkt der Arbeit des Steinbeis-Zentrums steht zunächst
das Überprüfen der Unternehmenskompetenzen: Management,
Marketing, Vertrieb, Produkte und Ergebnisse. Zur individuellen
Kundenberatung werden schließlich aus dem Steinbeis-Netzwerk
genau die Fachleute bereitgestellt, um für jeden Einzelnen das
bestmögliche Resultat zu erzielen. Zu den Zielgruppen, die durch
das Zentrum unterstützt werden, gehören neben mittleren und
großen Unternehmen auch kleine Firmen und Existenzgründer
mit innovativer Ausrichtung.
Partner des Steinbeis-Zentrums Nordhessen sind neben der
Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises auch die
Industrie- und Handelskammer Kassel mit dem Servicezentrum
Waldeck-Frankenberg in Korbach und die Kreishandwerkerschaft .
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Beratungszentrum für die heimische Wirtschaft
WLZ 03.07.2003
KORBACH (_st-). "Wir holen den Sachverstand aus den Hochschulen in die
Unternehmen", lautet die Arbeitsdevise im Steinbeis-Zentrum für
Nordhessen, das gestern am Berndorfer Tor in Korbach eröffnet
wurde. Genutzt wird er in Betriebsberatungen zur Lösung interner
Probleme, in der Vermittlung von Kontakten zwischen Firmen für
gemeinsames Marketing- oder Produktionsergänzungen und in der
Entwicklung von Finanzierungskonzepten.
Das Transferzentrum für Nordhessen wurde gegründet von dem
seit 1985 mit seiner Familie in Korbachlebenden Unternehmensberater
Roland Marx und dem aus der Steinbeis-Stiftung kommenden
Diplom-Ingenieur Peter Wittmann. Beide kennen sich aus
langjähriger Zusammenarbeit. Unterstützt werden sie von Dr.
Peter Sacher, dem Leiter des Servicezentrums Waldeck-Frankenberg der
Industrie- und Handelskammer, dem Wirtschaftsförderer des
Landkreises, Siegfried Franke, und der Kreishandwerkerschaft.
Professoren unter Vertrag
Die Stiftung mit Hauptsitz in Stuttgart besteht seit 1971. Benannt ist
sie nach Ferdinand von Steinbeis, dem "Lehrmeister einer modernen
Gewerbeförderung" , die er bereits im 19. Jahrhundert in
Württemberg einführte. Heute ist die Steinbeis-Stiftung mit
mehr als 500 Zentren und über 4000 Mitarbeitern ein weltweit
tätiges Dienstleistungsunternehmen im Technologie- und
Wissenstransfer mit 90 Millionen Euro Jahres Umsatz. Geleitet wird sie
von Prof. Dr. Johann Löhn mit dem Ziel, Innovationen
voranzutreiben, Impulse zu geben, Ideen umzusetzen. Unter Vertrag
'stehen rund 1000 Professoren. In Nordhessen wird
schwerpunktmäßig mit den Universitäten in Kassel,
Marburg, Paderborn und Göttingen zusammengearbeitet.
Alle Zentren "werden' innerhalb der Stiftung als selbständige
Gesellschaften geführt und sind eigenverantwortlich für ihren
wirtschaftlichen Erfolg. Die Kommunikation, der Wissensaustausch und
der Zugriff auf die Kompetenzen und Profile der Stiftung erfolgen
über das Intranet und stellen sicher, dass ein schnelles Reagieren
ermöglicht wird. Aktuell werden rund 10000 Unternehmen, die in
allen Branchen tätig sind, betreut.
Partnerschaften vereinbart
Der Korbacher Geschäftsführer und Inhaber der "New Business
Solution" (NBS), Roland Marx, ist seit 2002 Partner der
Steinbeis-Stiftung. Sein Kollege Peter Wittmann ist seit 1981
maßgeblich für den Aufbau des Steinbeis-Netzwerkes
verantwortlich. Für zahlreiche Projekte, die dazu beitragen
können, dass Firmen aus der Region sich künftig noch besser
am Markt etablieren, haben beide bereits den Grundstein gelegt. Schon
in der Gründungsphase sind konkrete Maßnahmen mit
Unternehmen aus Nordhessen eingeleitet worden.
Ein mittelständischst Betrieb in Frankenberg hat gemeinsame
Marketing-, Vertriebs- und Produktionsmöglichkeiten mit einem
Unternehmen in Baden Württemberg vereinbart. Mit einer Firma in
Korbach wurden Vorverträge für eine Beteiligung an einer
gemeinsamen
Betreibergesellschaft mit dem Europäischen Handelsinstitut
geschlossen. Sie wird künftig europaweit Verfahren und
Lösungen im Bereich der gesicherter Rückverfolgbarkeit in der
Prozesskette Rindfleisch verwalten und die Erzeugerbetriebe mit
technischen Zugangs. verfahren ausstatten. Mit einem weiteren
Unternehmen in der Kreisstadt wer. den die Möglichkeiten
geprüft, Fertigungsaufträge eines innovativen Betriebes in
Karlsruhe zu übernehmen und den Produktvertrieb gemeinsam zu
gestalten.
Im Mittelpunkt der Arbeit des Steinbeis-Zentrums steht die
ganzheitliche Überprüfung von Unternehmen anhand
standardisierter und erprobter Methoden. Danach werden die
Know-howTräger aus dem Steinbeis-Netzwerk hinzugezogen, die das
bestmögliche Resultat erzielen helfen. Hierbei liegen die
Schwerpunkte der Beratung in den Bereichen Innovationsförderung,
Nachfolgeregelung /Beteiligungsmanagement, Marketing,
Technologieberatung, IT Management, E-Business, Branchen
Spezialberatungen und in der Entwicklung von Unternehmens- und
Vertriebsstrategien. Bürgermeister Klaus Friedrich bezeichnete das
Steinbeis-Zentrum in dem Geschäftshaus Am Berndorfer Tor 2 als
einen Gewinn für die Kreisstadt. Es sorge für eine
Stärkung der wirtschaftlichen Mittelpunktfunktion Korbachs in der
Region.
Bürgermeister Klaus Friedrich würdigte gestern die
Eröffnung des Steinbeis-Zentrums für Nordhessen in Korbach
durch Roland Marx und Peter Wittmann (v. 1.) als Gewinn für die
Kreisstadt und eine Stärkung ihrer wirtschaftlichen
Mittelpunktfunktion in der Region.
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Um Mauser - HNA Freitag, 8 August 2003
gekämpft
Arbeitsplätze sichern
KORBACH/FRANKENBERG.
"Wir haben über neun Monate für den Erhalt des MauserWerkes
gekämpft", erklärte Landrat Helmut Eichenlaub gegenüber
unserer Zeitung. "Unsere Bemühungen um die Sicherung von
möglichst vielen Arbeitsplätzen ,ist noch nicht
abgeschlossen."
Mehrfach habe er sich bei der Hessischen Landesregierung für die
Übernahme einer Bürgschaft eingesetzt, um zu
Vorschläge des Landkreises
wurden abgelehnt
helfen, den von Ahrend gesehenen Finanzbedarf zu ,befriedigen. Als
Ahrend, sich entschied, das Werk nicht weiter zu unterstützen,
habe Eichenlaub sein Engagement für das Mauser-Werk noch
verstärkt. Der damaligen Unternehmensleitung habe er angeboten,
die Mitarbeiter der Mauser- Werke in die
Beschäftigungsgesellschaft des Landkreises zu übernehmen.
"Leider haben sich die Geschäftsleitung, der Betriebsrat und die
Gewerkschaft für die Zusammenarbeit mit einer auswärtigen
Beschäftigungsgesellschaft entschieden. "
Der Wirtschaftsförderer des Kreises habe zahlreiche Kontakte mit
,der Geschäftsleitung sowie dem Betriebsrat gehabt und
Vorschläge unterbreitet. "Bedauerlicherweise
Landkreis hat sich mit Mauser solidarisiert
wurden diese Angebote von der Geschäftsleitung abgelehnt."
Ungeachtet dessen fänden Gespräche in der
Wirtschaftsförderung und im Steinbeis- Transferzentrum Nordhessen
zwecks Übernahme von Teilbereichen durch Mitarbeiter statt. "Der
Landkreis hat sich durch ständiges Engagement für Mauser mit
den Beschäftigten und ihren Familien solidarisiert", sagte
Eichenlaub, "und wird dies auch weiter tun." (NH)
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Landrat Helmut Eichenlaub weist Kritik zurück: - WLZ Samstag, 9.
August 2003
"Neun Monate gekämpft, Mauser zu erhalten"
WALDECK - FRANKENBERG (r/jk). "Neun Monate hat der Landkreis
Waldeck-Frankenberg für den Erhalt des Mauser-Werkes
gekämpft", betont Landrat Helmut Eichenlaub. Die intensiven
Bemühungen um die Sicherung von möglichst vielen
Arbeitsplätzen seien noch nicht abgeschlossen.
Zuletzt war bei Mauser-Beschäftigten, aber auch in der
Bevölkerung Kritik laut geworden: Heimische Politiker hätten
sich zu wenig engagiert, um das drohende Ende des
Traditionsunternehmens abzuwenden. Doch unterstreicht der Chef der
Kreisverwaltung intensive Bemühungen. Deshalb enttäusche es
ihn, wenn in der verständlicherweise von Emotionen geprägten
öffentlichen Diskussion behauptet werde, die Kommunalpolitik und
deren Vertreter würden nichts unternehmen, sagt Landrat Helmut
Eichenlaub.
Konstruktiv mitgewirkt
Als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der
Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg GmbH habe Eichenlaub den
Geschäftsführer frühzeitig beauftragt, an der
Lösung der Mauser-Problematik konstruktiv mitzuwirken. Begonnen
habe dies bereits im Februar 2001, als die Verlagerung der Produktion
von Waldeck nach Korbach diskutiert wurde - verbunden mit
Finanzierungsfragen, Sozialplan, Landesbürgschaft und
Möglichkeiten der Investitionsförderung. Mehrfach habe sich
Eichenlaub im November 2002 bei der hessischen Landesregierung für
die Übernahme einer Bürgschaft von acht Millionen Euro
eingesetzt, um den vom Mauser Eigentümer Ahrend (Niederlande)
gesehenen Finanzbedarf von 15 Millionen Euro befriedigen zu helfen.
Leider seien diese Erfolg versprechenden Bemühungen durch die am
2. Dezember 2002 bekannt gegebene Entscheidung von Abrend-Mauser
zunichte gemacht worden, als Ahrend das Korbacher Werk finanziell nicht
mehr unterstützen wollte.
Seitdem habe der Landkreis sein Engagement für das Mauser-Werk
noch verstärkt. Das hessische Wirtschaftsministerium sei um
Unterstützung gebeten worden. Überdies habe der Landrat
Ahrend aufgefordert, die Produktionsstätte in Korbach weiter zu
fördern. Das Land habe ihm zugesichert, für das Unternehmen
zu bürgen, sofern ein geeignetes Konzept vorliege. Der damaligen
Unternehmensleitung habe er zudem angeboten, die Mitarbeiter der
Mauser-Werke in die Beschäftigungsgesellschaft des Landkreises zu
übernehmen. Leider hätten sich Geschäftsleitung
Betriebsrat und Gewerkschaft für die Zusammenarbeit mit einer
auswärtigen Beschäftigungsgesellschaft entschieden und dem
Landkreis eine Absage erteilt.
Angebote abgelehnt
Der Wirtschaftsförderer des Kreises habe - zuletzt unter
Einschaltung des Steinbeis-Zentrums -" zahlreiche Kontakte mit der
Geschäftsleitung sowie dem Betriebsrat gehabt und Vorschläge
unterbreitet. Bedauerlicherweise seien Angebote der
Wirtschaftsförderung zur Mitarbeit von der Geschäftsleitung
abgelehnt worden oder zu einem guten Teil ohne Resonanz geblieben.
Ungeachtet dessen gebe es weiter Beratungsgespräche in der
Wirtschaftsförderung und im Steinbeis- Transferzentrum Nordhessen
(Korbach). Dabei gehe es um eine mögliche Übernahme von
Teilbereichen durch Mauser-Mitarbeiter. Insgesamt habe sich der
Landkreis somit durch ständiges Engagement für Mauser mit den
Beschäftigten und ihren Familien in bestmöglicher Weise
solidarisiert und werde dies auch weiter tun, "obwohl es nicht selten
an Kooperationswillen auf Unternehmensseite gefehlt hat", sagt
Eichenlaub.
Bemühungen fortsetzen
Kein Verständnis habe er für eine Aussage des
Insolvenzverwalters Ulrich Josephs, Eichenlaub habe kein Interesse an
den Zahlenwerken gehabt. Im Gegenteil: Als Verwaltungsratsvorsitzender
der Sparkasse habe Eichenlaub intensive Abstimmungen mit dem Vorstand
über anstehende Finanzierungsfragen geführt, obwohl Ahrend
die Geschäftsbeziehungen zur Sparkasse schon vor geraumer Zeit
abgebrochen habe. Dabei seien alle von Mauser vorgelegten Zahlen
überprüft worden.
In einem persönlichen Schreiben legte Eichenlaub seine
Argumentation auch Jürgen Pfeil dar, Betriebsratschef bei Mauser.
"Selbstverständlich werde ich meine Bemühungen für die
Sicherung der Mauser-Arbeitsplätze ungeschmälert fortsetzen",
verspricht der Landrat darin.
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Am 30. September auf Schloss Waldeck: Steinbeis-Tag hat Premiere
WALDECK - FRANKENBERG (r). Der erste Steinbeis- Tag Nordhessen findet
am Dienstag, 30. September, um 19 Uhr auf Schloss Waldeck am Edersee
statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto .. Weltweiter
Strukturwandel und seine Auswirkungen und Lösungen für die
Region Nordhessen".
Zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft ist am 1. Juli dieses
Jahres das Steinbeis-Transferzentrum Nordhessen in Korbach durch Roland
Marx und Peter Wittmann gegründet worden.
Zu den Kooperationspartnern gehören: die Wirtschaftsförderung
und Regionalmanagement GmbH, das heimische Servicezentrum der Industrie
und
Handelskammer (IHK) , die Kreishandwerkerschaft, die
Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Werra-MeißnerKreises,
die Regionalmanagement Nordhessen GmbH und die IHK Kassel. Seit der
Gründung gab es über 40 Kontakte mit Betrieben. Projekte
laufen derzeit in den Bereichen Beteiligungsmanagement, Kooperationen
von Unternehmen über das Steinbeis-Netzwerk und Firmencheck.
Ferner wird , gefährdeten Betrieben geholfen.
Bei dem jährlich geplanten SteinbesTag Nordhessen sollen aktuelle
Themen aus der Wirtschaft mit den Betrieben der Region diskutiert
werden. dem ersten Treffen auf Schloss Waldeck stellt Prof. J.
Löhn, Vorstandsvorsitzender der weltweit tätigen
Steinbeis-Stiftung, seine Sichtweise und seine Auforderungen an
Wirtschaft und Politik dar. Dieses Thema wird anschließend mit
Vertretern der Region diskutiert. Neben dem Referenten sitzen dabei
Otto Wilke (Kreisbeigeordneter) , Claus Thonet (Firma Thonet) , Robert
Müller (Horizont-Gruppe) und Holger Schach
(Geschäftsführer der Regionalmanagement Nordhessen GmbH) auf
dem Podium. Anmeldungen werden bis Freitag, 26. September, im
Steinbeis-Zentrum Nordhessen, Tel. 05631/920695, E-M.
info@stw-nordhessen.de, entgegeng. nommen.
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1.Steinbeistag N ordhessen auf Schloss Waldeck
WALDECK. Welche Auswirkungen hat der weltweite Strukturwandel auf die
Region und ihre Unternehmen? Wie kann die Steinbeis-Stiftung sie bei
der individuellen Lösung unterstützen? Um diese und andere
Fragen geht es beim 1. Steinbeistag Nordhessen, der am Dienstag, 30.
September, um 19 Uhr auf Schloss Waldeck beginnt.
Zu der Premiere lädt das Steinbeis- Transferzentrum Nordhessen
ein, das am 1. Juli mit Sitz in Korbach seine Arbeit aufnahm (wir
berichteten). Die Steinbeis-Stiftung versteht sich als Dienstleister im
Technologie- und Wissentransfer sowie als Berater von Unternehmen aller
Größen und Branchen. Zum 1. Steinbeistag Nordhessen - unter
Schirmherrschaft von Landrat Eichenlaub - werden
IHKHauptgeschäftsführer Dr. Walter Lohmeier,
Regionalmanagement-Chef Holger Schach, Claus Thonet (Gebrüder
Thonet) und Robert Müller (Horizont) erwartet. Über
Strukturwandel spricht Prof. Dr. Johann Löhn,
StiftungsVorstandsvorsitzender. Aufgaben des Transferzentrums I
Nordhessen erläutern Roland Marx und Peter Wittmann. (NH)
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Übers Netzwerk zur neuen Technologie
1.Steinbeistag Nordhessen – Stiftung stellt ihre neue Niederlassung in
Korbach vor
WALDECK. Premiere auf Schloss Waldeck: Zum 1. Steinbeistag der Region
lud am Dienstag das neue Steinbeis-Transferzentrum Nordhessen (Korbach)
an den Edersee ein. Um die Stiftung und ihre Arbeit kennen zu lernen,
waren Vertreter aus Betrieben, Politik und Wirtschaftsverbänden
gekommen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Folgen des
weltweiten Strukturwandels auf die Region und ihre Betriebe.
Die Steinbeis-Stiftung versteht sich als Dienstleiter im Technologie-
und Wissenstransfer sowie als Berater von Unternehmen aller
Größen und Branchen. Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Johann
Löhn betonte am Dienstag, der Strukturwandel sei
Technologie-bedingt. Löhn listete Schwerpunkte (etwa Nano- und
Informationstechnologie) auf und riet Unternehmern, auf neue
Technologien zu achten. Heute benötigten auch kleinere Betriebe
ein Technologie-orientiertes Handeln, um etwa als spezialisierter
Nischenanbieter oder Problemlöser erfolgreich zu sein.
Die Informationstechnologie (IT), so Löhn, habe die gesamte
Landschaft durcheinander gewirbelt, es könne zwischen Industrie,
Handel und Handwerk nicht mehr unterschieden werden. Löhn in
Richtung der Unternehmer: „Sie kommen nicht umhin.“ Das Problem sei
nur, die Informationstechnologien in die vorhandenen Strukturen zu
integrieren.
Auf der Suche nach der passenden Strategie dürften Betriebe nicht
danach fragen, was die beste Technologie ist, sondern was ihre Kunden
brauchen. „Der Kunde will ein Loch und keinen Bohrer.“
Nach Löhns Angaben finanzieren sich deutsche Unternehmen zu 70
Prozent über Banken und nur zu 30 Prozent über den
Kapitalmarkt. In den USA sei es genau umgekehrt. Da die Banken derzeit
selbst Probleme haben, gebe es für Betriebe kein Geld zum
Investieren. Löhn: „Wir müssen privates Kapital in die Firmen
bekommen.“ Als gefährlich schätzte er den Bürokratismus
im Lande ein. „Wir Deutschen haben ein geradezu erotisches
Verhältnis zu Formularen.“
Betrieben sei Technologie-Transfer nur über Netzwerke möglich
– wie die Steinbeis-Stiftung mit ihren weltweit 560 Niederlassungen.
Wie das Potenzial des im Juli in Korbach eröffneten
Steinbeis-Zentrums genutzt werden kann, stellten dessen Leiter Roland
Marx und Peter Wittmann vor. Die Niederlassung sei bisher in den
Kreisen Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner aktiv. 2004 sollen
Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg sowie der Raum Kassel hinzukommen. In
den ersten acht Wochen habe man Kontakt zu 40 Firmen aufgenommen und 34
Beratungen geboten. Das Zentrum finanziere sich über einen Betrag
an den durch Steinbeis erzielten Erlösen, erklärte Marx.
Zitat
„Wir dürfen nicht fragen: Was ist die beste Technologie? Sondern:
Was braucht der Kunde?“
Prof. Dr. Johann Löhn zur Strategiesuche der Betriebe.
Mit Blick auf seine Steinbeis-Erfahrungen in Thüringen wertete
Regionalmanager Holger Schach das Nordhessen-Engagement der Stiftung
als „großen Gewinn für die Region“. Für Dr. Peter
Sacher, Leiter des IHK-Servicezentrums Korbach, stellt die Stiftung
keine Konkurrenz dar. „Wir betrachten Steinbeis als sinnvolle
Ergänzung.“
In der Diskussion hielt Claus Thonet, Geschäftsführer der
Gebrüder Thonet GmbH, die Produktionskosten für entscheidend.
Thonet produziere im Ausland (günstiger), um den Standort
Frankenberg zu erhalten. „Wir weichen schon seit Jahrzehnten in den
Export aus, weil der Umsatz in Deutschland zurückgeht“, berichtete
Robert Müller, Geschäftsführer der Horizont-Gruppe
Korbach. Eine Folge des Strukturwandels sei, dass man stärker und
schneller auf Probleme eingehen müsse.
Dass Firmen wegen öffentlicher Fördermittel gegründet
werden, obwohl es keinen Markt für sie gebe (zum Beispiel
Windkraftanlagen), kritisierte der Kreisbeigeordnete Otto Wilke.“ Der
Wurm muss nicht dem Angler schmecken, sondern dem Fisch.“ (AHA)
Info´s zur Steinbeis-Stiftung im Internet: www.stw.de.
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Erster Steinbeistag Nordhessen auf Schloss Waldeck
Experten-Netzwerk öffnet sich heimischen Firmen
WALDECK (kdl). Die Welt verändert sich, und diese Entwicklung
hält auch Waldeck-Frankenberger Unternehmer in Atem. Der rasche
Aufstieg und ebenso schnelle Fall der Firma „Biodata“ in Lichtenfels:
Nur ein Beispiel dafür, welche Auswirkungen der weltweite
wirtschafltiche Wandel auf heimische Firmen haben kann. Ziel des seit
zwei Monaten in Korbach existierenden Steinbeis-Transferzentrums ist
es, Unternehmen den Weg in die Zukunft zu zeigen. Beim „1. Steinbeistag
Nordhessen“ stellte sich die Stiftung auf Schloss Waldeck vor.
„Die Deutschen haben ein erotisches Verhältnis zu Formularen“,
attestierte Prof. Johann Löhn, 66, Vorstandsvorsitzender der
Steinbeis-Stiftung, vor rund 85 Gästen aus Wirtschaft und
Verwaltung. Dies sei einer der Hauptgründe, die die deutsche
Wirtschaft hemmen. Löhn, seit 1983 Regierungsbeauftragter für
Technologietransfer in Baden-Württemberg, nahm kein Blatt vor den
Mund. Dass immer mehr Firmen Mitarbeiter entlassen müssten, sei
technologiebedingt: Arbeiten, die früher von Menschen gemacht
wurden, erledigen heute Technik und Maschinen. Dieser Strukturwandel
sei nicht zu stoppen, Firmen könnten ihm jedoch mit neuen Ideen
und einem wachen Auge auf dem Markt begegnen. Voraussetzung: Die Firma
ist bereit, sich auch auf unkonventionelle Wege einzulassen. Und dieser
Weg fange zumeist bei jedem Einzelnen an. Der gelernte Physiker
prophezeite: Die größte Wertschöpfung eines Betriebes
werde in Zukunft die Informationstechnologie (IT) haben. Dies habe zur
Folge, dass zwischen Industrie, Handel und Handwerk in Zukunft nicht
mehr klar unterschieden werden könne. Beispiel Tischler: Für
sie werde es selbstverständlich werden, dass sie ihre Arbeiten mit
einer computergesteuerten Maschine (CAD-Anlage) erledigen.
Neue Medien übernähmen mehr und mehr Aufgaben, die
früher nur von Hand und durch Kopfrechnen erledigt wurden: Auch
das Internet werde in Zukunft bei Firmen mit in die Produktion
einfließen.
Ein geplantes Projekt könne noch so verheißungsvoll sein: Um
Erfolg zu haben, dürften Unternehmer nie den Nutzen der Kunden aus
den Augen verlieren. Nischen suchen, Probleme entdecken, Mitarbeiter
motivieren – dies sei das A und O, um dem wachsenden Strukturwandel zu
begegnen. „Motivation macht 20 Prozent des Umsatzes aus“, sagte
Löhn.
Keine solide Basis
In der anschließenden Diskussion wurde jedoch auch deutlich, dass
beste Absichten für eine gute Unternehmensführung oftmals an
gesetzliche Grenzen stoßen oder eine solide Basis für junge
Unternehmen in Deutschland nicht vorhanden ist. In Deutschland
würden viele Firmen gegründet, weil es Fördermittel gebe
– ein Weg, der langfristig in die Sackgasse führe, folgerte
Löhn. Der Staat müsse seine Strukturen ändern, und der
Markt solle schließlich entscheiden, ob eine Firma taugt oder
nicht.
Vielen innovativen Unternehmen mangele es an ausreichendem Kapital.
„die klassische Sparkasse kann bei der Geschwindigkeit der Technologien
nicht mehr mitkommen“, so Löhn. Daher der Rat des weltgewandten
Managers: Der Staat solle steuerliche Anreize bieten, dass mehr
privates Kapital als Eigenkapital in Unternehmen fließe.
Es sei falsch, immer nur dann zu investieren, wenn es auch
Fördergelder gebe – wie gegenwärtig bei der Windkraft,
knüpfte Kreisbeigeordneter Otto Wilke in der Podiumsdiskussion an.
Unternehmer in Waldeck-Frankenberg müssten mehr auf konkrete
Chancen und Risiken schauen, statt ihr Wohl und Wehe an Dinge zu
klammern, die nicht zu ändern seien – Beispiel die nicht
vorhandene Autobahn im Südkreis.
Claus Thonet, geschäftsführender Gesellschafter der
traditionsreichen Frankenberger Möbelfirma, und Robert
Müller, Chef der Horizont-Gruppe in Korbach, standen beispielhaft
für heimische Firmen, die sich im weltweiten Strukturwandel
behaupten können – im Fall Thonet bereits in der fünften
Familiengeneration.
„ Wie kommen Sie an neue Technologien“, wollte WLZ-FZ-Redakteur
Jörg Kleine, der die Diskussion moderierte, von Müller
wissen. Die Horizont-Gruppe hat sich in den vergangenen Jahren zum
Weltmarktführer mobiler Verkehrsleitsysteme entwickelt.
Netzwerke zu nutzen, sei heute wichtiger denn je, berichtete
Müller. Auch die Steinbeis-Stiftung stellt ein solches Netzwerk
dar. Um den Standort Waldeck-Frankenberg zu sichern, müsse das
Unternehmen, das in Frankreich und Polen produzieren lässt,
stärker und schneller als früher auf Probleme eingehen
können.
Auf die Firma Thonet, seit über hundert Jahren in Frankenberg
ansässig, lässt der geringeren Lohnkosten wegen im Ausland
produzieren, jedoch nicht in eigenen Gesellschaften. „Wir müssen
Teile zukaufen, um den Standort in Waldeck-Frankenberg zu erhalten“,
sagte Claus Thonet. Die Ideen, das Design das Thonet unverwechselbar
macht, komme aus Frankenberg. Dadurch, dass Firmen oft mit
zusätzlichen Standorten ins Ausland gehen, sicherten sie oft
Arbeitsplätze in Deutschland, erklärte Professor Löhn.
Nordhessen Sei kein schlechter, sondern nur ein vernachlässigter
Wirtschaftstandort, hob Holger Schach, Geschäftsführer
Regionalmanagement Nordhessen, hervor. Die Steinbeis-Stiftung sei ein
wichtiger Partner des Regionalmanagements, um die Region nach vorne zu
bringen.
Auch die Industrie- und Handelskammer begrüßte das neu
gegründete Steinbeis-Transferzentrum Nordhessen. Dr. Peter Sacher,
Leiter des IHK-Service-Zentrums Waldeck-Frankenberg: „Ein Wettbewerb
der Transfereinrichtungen muss nicht zum Nachteil sein.“
Stichwort
Steinbeis-Stiftung
(kdl). Das Steinbeis-Transferzentrum Nordhessen mit Sitz Am Berndorfer
Tor 2 in Korbach ist eines von rund 360 Unternehmen der
Steinbeis-Stiftung mit insgesamt über 4000 Mitarbeitern. Der Name
der Steinbeis-Stiftung geht auf Ferdinand Steinbeis (1807-1893)
zurück, der sich zeitlebens für die Förderung von
Gewerbe und Existenzgründern eingesetzt hat. Leiter des Zentrums
in Korbach sind Peter Wittmann und Roland Marx. Die Steinbeis-Stiftung
bietet Unternehmen Zugang zu einem internationalen Expertenteam und
Netzwerk. Dabei geht es vor allem um den Austausch, den Transfer von
Wissen und Technologien. Unternehmen in der Region, auch
Existenzgründer, Banken und Sparkasse, Wirtschaftsprüfer,
Steuerberater und Rechtsanwälte gehören zur Zielgruppe der
Stiftung. Das Steinbeis-Zentrum Nordhessen konzentriert sich mit seiner
Arbeit zurzeit auf die Landkreise Waldeck-Frankenberg und
Werra-Meißner; Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg und Kassel sollen
ab 2004 folgen. Als Kooperationspartner nennen Wittmann und Marx die
Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg GmbH, das
IHK-Servicezentrum Waldeck-Frankenberg, die Kreishandwerkerschaft, die
Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner-Kreis, die
Regionalmanagement Nordhessen GmbH sowie die IHK Kassel.
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90 Firmen suchten Rat
Steinbeis-Transferzentrum zog erste Bilanz
KORBACH. Das Steinbeis-Transferzentrum Nordhessen hat eine erste Bilanz
gezogen. Neun Monate, nachdem die Beratungseinrichtung in Korbach
eröffnet wurde, legte man gestern Ergebnisse vor. „Die Wirtschaft
will schließlich wissen, was wir eigentlich machen“, sagte Roland
Marx, der mit Peter Wittmann das Zentrum leitet.
Mit seinen Beratungsleistungen für Unternehmen und
Existenzgründer sei das Steinbeis-Zentrum eine gute Ergänzung
zum bestehenden Angebot, bescheinigten der Geschäftsführer
des IHK-Servicezentrums, Dr. Peter Sacher, und der
Geschäftsführer der Wirtschafts-förderung und
Regionalmanagement Waldeck-Frankenberg, Siegfried Franke.
„Das Zentrum ist keine Unternehmensberatung, die nur ein dickes
Druckwerk abliefert, sondern ein Praktiker, der sich auch um die
Umsetzung kümmert“, so Franke.
Über 90 Erstberatungen habe das Steinbeis-Zentrum seit Anfang Juli
2003 erteilt. 26 Prozent der Unternehmen, die sich beraten
ließen, gehörten zum Dienstleistungsbereich, 23 Prozent zur
Industrie, zehn Prozent zum Handel und acht Prozent zum Handwerk, so
Marx. 15 Prozent der Erstberatungen betrafen das Thema
Existenzgründung.
30 Aufträge seien daraus hervorgegangen, die vor allem die
Bereiche Unternehmensanalyse, Vernetzung von Unternehmen und
Management-Coaching betrafen.
Den größten Vorteil seiner Einrichtung sieht Marx darin,
dass sie als Teil des weltweiten Steinbeis-Netzwerkes auf 560
Transferzentren mit 4000 Mitarbeitern zurückgreift. „Wenn wir
für ein Spezialproblem einen externen Experten brauchen oder einer
unserer Kunden einen Kooperationspartner sucht, stellen wir einfach
eine Anfrage in unser Intranet“, erklärte Marx.
Noch liege der Schwerpunkt der Aktivitäten auf
Waldeck-Frankenberg, so Marx. Das Steinbeis-Zentrum wolle sich aber
zunehmend auch auf die Kreise Werra-Meißner, Schwalm-Eder,
Hersfeld-Rotenburg, Kassel und die Stadt Kassel konzentrieren.
(SÜM)
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